• 18.11.17: München
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Tourtagebuch: Köln / Underground + Osnabrück / Lagerhalle

Aus Zoras Logbuch
Hoffentlich haben wir diesmal auch ja nichts vergessen! Phyra und ich haben extra die Checkliste überarbeitet und unsere Kasse ganz oben auf die Liste gesetzt ;)
So, alles bereit zum Einladen, jetzt fehlt nur noch der Bus und Dax… zehn Minuten, fünfzehn, ou Nachricht von Dax! „Noch bei Buchbinders. Trinken noch nen Schnaps bis das System wieder funzzzt. Bitte Zeuch schonmal checken!“ jaja wenn du wüsstest…
Nach einer halben Stunde des Wartens, Kaffeetrinken und Bewundern meiner neuen perfekten Checkliste kann endlich eingeladen werden. Alles da? Ja. Alle da? Seewolf, Dax, meine Wenigkeit, Flosse, kann los gehen. Flosse?? Moment mal, was macht der denn hier?! Kraken muss sein Freischwimmerexamen endlich mal machen und da hat er Flosse im Training angeheuert, als neunter Arm wieder an Bord zu kommen, bis er aus dem Kinderbecken raus kann ;)

Die Meldung über unser verspätetes Loskommen ist an Phyra nur leider vorbeigegangen. Sie steht pünktlich zur Abholung bereit und muss die halbe Stunde Wartezeit ohne Kaffee in der Kälte, aber immerhin mit einem Buch und guter Musik auf den Ohren, überbrücken.
Unterwegs auf dem Weg nach Köln, sammeln wir dann auch noch Petz ein und kommen dank Rückenwind genau rechtzeitig im Underground an. Vor Ort kommen merkwürdige Erinnerungen hoch: besitzerlose Einkaufswägen, Graffiti an den Wänden, alte klapprige Autos, ein Haufen rumgammelnder übriggebliebener Partygäste – oh, das sind ja die Feuerschwänze… Naja, aber irgendwie mussten wir an unsere Italientour vergangenes Jahr denken.
Als wir dann für unseren Auftritt die Bühne betreten, befindet sich vor der Bühne allerdings ein Meer aus Menschen! Wow, der Wahnsinn!! Volles Haus, bis auf den letzten Platz ausverkauft, Partytime!!! Wir übergeben den Feuerschwänzen eine aufgeheizte Menge Feierwütiger, uns eingeschlossen und haben danach immer noch nicht genug!

Mit Esra, Lucas und Olja, die uns für eine Nacht Unterschlupf gewähren, machen wir uns auf den Weg zum „Roter Platz“, eine russische Bar in der Kölner Innenstadt. Weg ist gut gesagt… auf die Odyssee! Meine Güte Köln, wie viele verwinkelte Einbahnstraßen, Ecken und Ampeln hast du denn?? Apropos Ampeln, weshalb haben die Fußgängerampeln ZWEI rote Männlein? (Wenn von euch jemand die richtige Lösung weiß, bitte klärt uns über dieses Mysterium auf!)
Wir fühlen uns pudelwohl neben Lenin und den Rotarmisten und als wir den Schriftzug „Willkommen an Bord“ über der Tür lesen wollen wir uns dort fast schon häuslich einrichten. Der russische Vodka und das russische Bier haben aber leicht narkotische Wirkung und so fallen erst Ratz und dann auch Seewolf mit Cocktail (namens „Dekadenz der Bourgeoisie) und Bier in der Hand, langsam die Augen zu, während aus den Boxen in voller Lautstärke russischer Polka dudelt. Wir haben da so einen Fachbegriff dafür. Nap-and-Drink. Wir erklären euch das bald nochmal ausführlich.

Ja, unser Start in die Sommerzeit 2015 ist sooooo schön gewesen! Geiles Konzert am Abend zuvor, ausschlafen und ohne Wecker (!) von den Sonnenstrahlen geweckt werden, Katerfrühstück (Phyra: „Warum ist mir bei einem Kater permanent zu warm? Ich will lieber frieren!“) und der Beginn einer tagfüllenden Diskussion über Dressgate und die Frage blau-schwarz und Müsli mit großem Löffel oder gold-weiß und Müsli mit kleinem Löffel… und um dem Tag noch ein klitzekleines Krönchen aufzusetzen , haben wir dann noch einen Titel für unser neues Album beschlossen! Pow-Pow! Na? Gespannt?

Durch Wind und Regen und widerlichstes Wetter bahnen wir uns den Weg nach Osnabrück. Die Location dort erwärmt allerdings ganz flux unsere Herzen: Wenn es in einer Konzertlocation nach frisch-gewachstem Holz riecht und nicht nach Bier, Kotze und kaltem Rauch. Oh wie toll!
Der Backstage im zweiten Stock wird bezogen. Wieso gibt es denn da keinen Aufzug?! Der arme Seewolf muss doch auf seinen Akkordeonischen Resonanzkörper achten! Zur Einstimmung auf das Konzert gibt es diesmal etwas 90er-Party. Lautes Mitgegröhle bei „Ich find dich scheisseee!“ und „Backstreet’s Back alright!“, den Spicegirls und den Vengaboys zeigt mir, dass ich wirklich das Nesthäckchen der Band bin. Während es für den Rest der Band mit Kindheits-/Jugenderinnerungen verbunden ist, sind es für mich tatsächlich nur ab-und-an-im-Radio-gehörte Songs. Ääähäm.

Ab auf die Bühne! Auf die Bühne mit richtig viel Platz! Und der Blick ins Publikum erwärmt unsere Herzen zum zweiten Mal an diesem Tag: Viele, viele bekannte Gesichter und ein kleines Fähnchenmeer vor uns zu sehen!
Nach dem Konzert sitzen wir noch lang zusammen in der Lobby. Flosses Wiederkehr bei uns an Bord wird mit Nostalgieschüben, Liebesgeprügel mit Dax, Kuschelattacken von Phyra und Lachflashes und Geboxe von Petz ausgiebigst genossen. Wir bekommen Besuch von unseren geschätzten Freunden (falls ihr das lest: Hihi!) Mr. Hurley und Ms. Cox ( Sim sa la bim, bam ba, sa la du, sa la dim!!), von Shawn von den Killkennys und dann sind da noch so 3 besondere Menschen. Und die werdet ihr schon bald kennen lernen!

Langsam neigt sich der Abend dem Ende, wir packen unsere Sachen zusammen und laden den Bus ein. Wollen den Bus einladen. „Warte mal. Wer hat denn eigentlich den Busschlüssel?“ „Ja ich nicht!“ „Ja, ich auch nicht!“ „Wer fuhr denn als letztes?“ „Ja, der Petz!“ „Ja, und wo ist der?“ „Der ist schon vor ner Stunde zu seiner Freundin gefahren!“
5 Anrufe später: Ohne Begrüßung legt Ratz los: „Hi Petzi, fass mal bitte in deine Hosentasche und sag mir, dass da bitte nicht der Busschlüssel ist.“  -Stille- „Fu**!! Ich bin in einer halben Stunde da!“ .
Wem sowas passiert, dem wird verdient der Titel Depp des Wochenendes verliehen ;) Ende gut, alles gut… Den Rest der Saison wird er sich diesem Spott noch aussetzten müssen (neeeeein, ich bin nicht schadenfroh! …okay, vielleicht ein kleines bisschen :P)

Normalerweise machen wir uns am Morgen nach dem letzten Konzert schnellstmöglich auf den Heimweg, aber diesmal gibt es eine Ausnahme. Nein, schuld waren nicht die verdammt guten Donuts am Frühstücksbuffet und auch nicht mein allererstes Verschlafen, weil ich von Phyras fünf Wecker drei nicht gemerkt habe, sondern eine Verabredung! Nur so viel: Wir waren in den heiligen Hallen von PLEBS. Aber was wir da genau gemacht haben, das bleibt vorerst noch unser Geheimnis.

1 comment

  • Ahoi ihr Mastverbieger – Euer Landgang in Köln war ein voller Erfolg. Ihr hab es ordentlichen Krachen lassen und eure gute Stimmung ist voll übergesprungen. Irgendwann müßt ihr mal verraten, was ihr dem Dax eigentlich in den Rum tut – ich möchte davon auch gerne etwas abhaben. ;-)

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